Bürgerwerkstatt Teil 2

Am 11. November fand die zweite Bürgerwerkstatt im Zuge des ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) statt.

Diesmal gab es vier Themenbereiche (Wohnstandort, Wirtschaftsstandort, Tourismus und Kammer) zu bearbeiteten. In kleineren Arbeitsgruppen konnten die Teilnehmer konkrete Projekte vorschlagen, die von der Stadt angegangen werden sollten.

Auch hier wurde wieder von einigen Teilnehmer gefordert, ein Radwegekonzept für die Stadt zu entwicklen.

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Ergebnisse des Themenbereichs Wirtschaftstadtort

Ich kann jedem Traunsteiner Bürger empfehlen an den Bürgerwerkstätten teilzunehmen. Die Veranstaltung sind sehr interessant und kurzweilig. Und man merkt, dass den Bürgern Verbesserungen beim Thema Verkehr, öffentliche Räume, Aufenthaltsqualität und Stadtentwicklung sehr am Herzen liegen.

Richtig interessant wird das nächste Treffen im Frühjahr werden. Bis dahin werden die Vorschläge von dem ISEK Team aufgearbeitet. Bei diesem Treffen sollen dann Projekte priorisiert werden. Es wäre Klasse wenn viele Fahrradinteressierte teilnehmen würden.

Ein Bericht zur Bürgerwerkstatt gibt es auch auf der Seite der Stadt Traunstein.

Stadtplatz wird für den Autoverkehr gesperrt – vorübergehend

Der Stadtplatz ist das Herz von Traunstein.

Was jedoch sehr stört, ist der starke Autoverkehr, der sich täglich über diesen schönen Platz schiebt.

Autoverkehr auf dem Stadtplatz

Autoverkehr auf dem Stadtplatz

Warum Autos umbedingt über diesen Platz fahren können müssen, ist mir rätselhaft. Es stehen so wenige Parkplätze zu Verfügung, dass ein Großteil der Autos sowieso weiterfahren muss. Der Autoverkehr ist praktisch reiner Parksuchverkehr. Dann wird häufig noch schnell illegal geparkt („nur mal schnell Semmeln holen“). Fussgänger dürfen sich dann daneben vorbeischieben. Und Kinder können nicht frei herumlaufen.

Das Thema wurde schon oft  diskutiert. Viele Geschäftsinhaber fürchten aber um ihre Kunden, die nicht mehr bis vor ihr Geschäft fahren könnten. Ich vermute aber, dass ein autofreier Stadtplatz noch deutlich attraktiver wäre und damit auch nicht schädlich für den Umsatz.

Jetzt wird aber die Zufahrt vom Maxplatz zum Stadtplatz tatsächlich für ab dem 14. September für drei Wochen gesperrt, weil die Fahrbahn saniert wird. Siehe dazu einen Bericht von Chiemgau 24: Bauarbeiten behindern Verkehr am Stadtplatz

Jetzt wird es interessant zu beobachten sein, ob diese Sperrung tatsächlich eine negative Auswirkungen auf den Stadtplatz und die dortigen Geschäfte hat.

Vielleicht sollte man die Sperrung gleich beibehalten. Für Anwohner kann man ja gerne die Zufahrt freihalten.  Und wer umbedingt eine Parkplatz auf dem Stadtplatz suchen will, kann auch über den Auberg auffahren. Das ist dann deutlich umständlicher und das sollte es auch sein.

Radfahren ist vielen Traunsteinern wichtig – Eindrücke von der Bürgerwerkstatt

Am Montag 27. Juni 2015 fand die 1. Bürgerwerkstatt zum  „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (kurz ISEK) statt.

Der Einladung der Stadt Traunstein waren soviele Bürger gefolgt, dass der große Saal im Rathaus bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Die Veranstaltung wurde von dem Planungsbüro für Städtebau geleitet, das auch das ISEK für Traunstein erarbeiten wird. Mit einem ISEK werden die städtebaulichen Leitlinien für die nächsten Jahr und Jahrzehnte festgelegt.

Zuerst gab es eine Präsentation zur geschichtlichen Entwicklung der Stadt. Danach wurde an Hand von zahlreichen Fotos die aktuelle Situation der Stadt aus städtebaulicher Sicht dargestellt. Mit allen Stärken (schöne Plätze, Traunufer, historische Gebäude..) und Schwächen (hässliche Verkehrsadern, Leerstände, Gebäude in heruntergekommenen Zustand… ).

Vortrag zum aktuellen städtebaulichen Situation in Traunstein

Vortrag zum aktuellen städtebaulichen Situation in Traunstein

Der zweite Vortrag stellte die Situation von Handel und Gewerbe in der Stadt vor. Traunstein hat ein relativ hohe Kaufkraft und zieht als Regionalzentrum auch viele Kunden aus der Umgebung an. Sehr positiv viel dabei auf, dass in Traunstein Supermärkte gleichmäßig über die Stadt verteilt sind und somit für jeden Bürger im Umkreis von 500m ein Versorgung mit Lebensmittel möglich ist. Das ermöglicht den Einkauf auch zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Anders sieht es im Ortsteil Kammer aus, wo aktuell kein Laden mehr vorhanden ist. Ein Wegfall von wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten führt dabei auch immer zu einem verstärkten Autoverkehr.

Im Anschluss waren die Bürger gefragt. An großen Pinnwänden konnte jeder Bürger drei Karten mit seinen wichtigsten Anliegen anbringen. Es standen fünf Themengebiete zur Auswahl:

  • Wohnstandort
  • Stadtbild
  • Freizeit und Kulturstandort
  • Gewerbe Wirtschaft
  • Tourismus

Trotz großem Gedränge konnte jeder Teilnehmer die Punkte platzieren die ihm persönlich besonders am Herzen lagen.

Was mich persönlich sehr überrascht und gefreut hat: das Thema Radverkehr und Verkehrsberuhigung wurde sehr häufig angebracht. Und das über alle fünf Themengebiete hinweg.  Hier einige Beispiele:

sicheres und durchgehendes Fahrradnetz -- Stadtplatz autofrei -- 30km Zonen ausweiten -- Fahrradwege in der Stadt -- Radfahrstreifen durchgehend und gegen Einbahnstraßen -- mehr Radwege, weniger Autos -- Radverkehrskonzept -- Fahrradverleih -- durchgängiger Radweg alte B304 von Nord nach Süd -- Radfahrer haben es nicht leicht -- Radweg Kammer-Otting -- Radwege erweitern ausbauen, Parkplätze?  -- Fahrradwege um Bahnhof -- sicherer Radfahren (vor allem mit Kindern)

Eine Verbesserung der Situation für Radfahrer scheint nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Traunsteiner sehr wichtig zu sein. Ich hoffe, dass die Stadt nun im Zug von ISEK die Wichtigkeit und Dringlichkeit diese Themas erkennt und anpackt.

Alles in allem war die Veranstaltung sehr interessant und kurzweilig. Dies lag auch an der professionellen Moderation durch die Mitarbeiter des Planungsbüro.

In den nächsten Monaten werden weitere Veranstaltungen im Rahmen des ISEKs stattfinden. Auch werden die Ergebnisse und Dokumentationen noch auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden.

Thema Stadtbild

Thema Stadtbild

Tourismus

Thema Tourismus

P.S. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass nicht nur der Radverkehr ein Topthema auf den Pinnwänden war.  Der Ortsteil Kammer ist vermutlich noch häufiger auf den Karten aufgetaucht. Aus Kammer waren sehr viele Teilnehmer anwesend, wie sich bei einer Abfrage durch den Moderator herausstellt.  Themen waren dabei der fehlende Dorfladen, die Busanbindung, die weitere Entwicklung der dortigen Schule und viele mehr.

Bürgerwerkstatt: „Meine Stadt“

Die Stadt Traunstein lädt für den 27. Juli zur 1. Bürgerwerkstatt ein. Es geht um das sogenannte „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“. Die Themenliste auf dem Plakat ist sehr vielfältig. Verkehr, Klimaschutz, Kultur, Bildung, Erziehung, Wirtschaft, Gesundheit und vieles mehr.

Alle Bürger die sich für die Weiterentwicklung der Stadt Traunstein interessieren, sollte die Chance nutzen und sich bei dieser Veranstaltung einbringen.

Ich bin gespannt, und lasse mich überraschen.

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Zu Besuch bei der Critical Mass in München

Letzten Freitag, 17. Juli war ich privat in München. Zufällig war an diesem Abend die Critical Mass in München. Das habe ich mir nicht entgehen lassen.

Treffpunkt ist dort immer um 20 Uhr unter der Bavaria an der Theresienwiese. Als ich zum Zeitpunkt eintraf, waren noch sehr wenige Radler da. Ich war mir gar nicht sicher, ob ich die richtige Stelle gefunden hatte. Aber in der nächsten halben Stunden trudelten mehr und mehr Radfahrer ein. Am Ende waren es weit über 100. Die Teilnehmer und ihre Fahrzeuge waren sehr bunt gemischt. Einige hatten Räder mit Musikanlagen und Bierkühlern dabei. Um halb neun, ging es nach einer kurzen Ansprache mit den wichtigsten Regeln („im Pulk fahren, nicht abreisen lassen, Trambahn vorbeilassen, nur eine Spur blockieren“) auch schon los.

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Treffpunkt: unter der Bavaria

Die ersten Teilnehmer treffen ein

Die ersten Teilnehmer treffen ein

Wir sind dann Richtung Marienplatz gefahren. Von dort ging es weiter zur Luitpoldstraße. Dreimal um das Siegestor herum. Danach durch den Englischen Garten. Danach wieder Richtung Süden. In der Nähe des Ostbahnhofs habe ich mich dann wieder von der Critical Mass getrennt.

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Am Marienplatz

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Am Opernplatz

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Am Siegestor

Mir hat es super gefallen. Die Stimmung war sehr gut. Mit Musik macht die Critical Mass gleich noch mal mehr Spass. Mit einigen Teilnehmern bin ich ins Gespräch gekommen.  Ich fand es erstaunlich wie sicher und entspannt es sich in einer so großen Gruppe von Radfahrern fahren lässt. An großen Kreuzungen haben sich immer einige Radler so vor die Autos gestellt, dass diese nicht in die Gruppe reinfahren konnten. Und so konnte der Rest ungestört weiterfahren.

Alles in allem eine schöne Veranstaltung und München lernt man dabei auch noch kennen.

Im Vergleich zu anderen Großstädten sind in München noch relativ wenig Teilnehmer, aber das kann sich ja ändern. Termin ist immer am 3. Freitag im Monat.

„RADAR – Bring deinen Radweg auf den Schirm“

Wie bereits berichtet läuft gerade in Traunstein die Aktion Stadtradeln.

Neben dem Sammeln von Radkilometern, gibt es auf der Plattform die Aktion:

RADAR – Bring deinen Radweg auf den Schirm

Innerhalb des Aktionszeitraum können angemeldet Mitfahrer, Problemstellen im Radwegenetz ihrer Stadt melden.

Das ist sowohl mit der Stadtradeln-App als auch direkt auf der Homepage für eingeloggte Nutzer möglich.

Radar war zunächst für Traunstein nicht aktiviert. Nachdem ich mich an die zuständige Mitarbeiterin bei der Stadt gewendet habe, ist die Funktion nun auch für Traunstein zugänglich.

Hier ein Screenshot wie das Meldeformular auf der Homepage aussieht. Ich habe sogleich eine sehr ungünstig Stelle an der Wasserburger Straße dokumentiert.

Meldung einer unklaren Radwegführung

Meldung einer unklaren Radwegführung

Die Aktion Radar läuft leider nur während des Aktionszeitraums des Stadtradeln bis zum 18. Juli.

Darum sollte jeder Teilnehmer bei Stadtradeln die Chance nutzen und möglichst viele Problemstellen melden.

Auf zur Critical Mass am 26. Juni

Ende Mai konnte ich nicht zur Critical Mass kommen, da ich im Urlaub war. Ich habe herumgefragt, aber soviel ich weiß, hatte niemand Zeit. 

Der nächste Termin, 26. Juni steht vor der Tür. Diesmal bin ich wieder dabei. Ich hoffe es finden sich noch ein paar wackere Radler.

Der Wetterbericht meldet für Freitag gutes Wetter. Und wer will kann im Anschluss mit in den Biergarten (Wochinger) kommen.