Lästige Gitter an Bahnübergängen

Ich bin häufiger mit einem Kinderanhänger unterwegs und muss mich über Bahnübergänge ärgern, die mit sogenannten Umlaufgittern abgesichert sind. Diese Gitter gibt es an mehreren Stellen im Stadtgebiet, an den Bahnstrecken nach Traunreut und nach Ruhpolding.

Sie sollen verhindern dass Fussgänger und Radfahrer unaufmerksam die Bahnstrecken überqueren.

Bahnübergang an der Wartberghöhe

Bahnübergang an der Wartberghöhe

Anscheindend hält man Radfahrer und Fussgänger für wenig intelligent und sehr unaufmerksam. An Bahnquerungen mit Autoverkehr gibt es solche Konstruktionen nicht. Da reicht oft ein Andreaskreuz.

Ich empfinde die Umlaufgitter extrem lästig. Mit einem Fahrrad kommt man schiebend gerade noch durch. Mit Anhänger, Liegerädern oder Tandems geht es gar nicht. Das Beispiel auf dem Bild ist am Übergang am Guntramshügel. Hier kommt man mit Anhänger nicht weiter und muss  einen Umweg fahren.

Am Guntramshügel. Mit Anhänger gehts hier nicht durch.

Am Guntramshügel. Mit Anhänger geht’s hier nicht durch.

Darüber hinaus kann die Absperrung auch gefährlich werden, wenn man sich bereits auf dem Gleis befindet. Kommt dann ein Zug  und der Bereich muss schnell geräumt werden, sind die Gitter ein Hindernis.

Dass man diese Gitter auch anders bauen kann, habe ich in der Fahrradstadt Karlsruhe* gesehen. Dort sind diese Gitter so angeordnet, dass man selbst mit breitem Anhänger bequem durchfahren kann.

Besser gelöst in Karlsruhe. Hier kommt man auch mit Anhänger durch

Besser gelöst in Karlsruhe. Hier kommt man auch mit Anhänger durch

Wer den Radverkehr fördern will, sollte dafür sorgen, dass Radfahrer nicht ständig ausgebremst werde. Als Radfahrer möchte ich, wie jeder Verkehrsteilnehmer zügig von A nach B gelangen.

Wenn das Rad die schnellste, sicherste und bequemste Alternative ist, dann werden die Bürger vom Auto aus Rad umsteigen.

Die Sperren in Traunstein müssen umgebaut oder beseitigt werden.

 

P.S. Soviel ich weiß bemüht sich aktuell der ADFC darum, dass Sperren entfernt oder geändert werden.

 

* Karlsruhe war beim Radklima-Test 2012 an dritter Stelle in Deutschland und damit in der Spitzengruppe der radfreundlichen Städte.

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