Monat: Oktober 2014

„Unsere Straßen sind zu eng für Radwege“: Ein Blick nach Holland

Wenn es um das Thema Radinfrastruktur in deutschen Städten geht, wird in häufig behauptet: „Unsere Straßen sind zu eng dafür“.

Da lohnt es sich den Blick die Niederlande zu richten. Der Blogger David Hembrew schreibt auf seinem Blog A View from the Cyclepath für den Radverkehr und Fahrradinfrastruktur in den Niederlanden.

Sein neuester Artikel „Our street are too narrow for cycle paths“ (Artikel in Englisch) befasst sich mit diesem immer wieder vorgebrachten Argument, dass einfach kein Platz für eine bessere Radinfrastruktur wäre.

Besonders interessant an dem Artikel sind die Fotos aus der Stadt Assen, welche die Verkehrssituation heute und vor 30 Jahren zeigen.
Aus einer Stadt die dominiert vom Autoverkehr und parkenden Autos ist, wurde durch umsichtige Verkehrsplanung eine rad- und fussgängerfreundliche Stadt. Der Unterschiede sind erstaunlich.

Advertisements

Radweg an der Chiemseestraße Thema im Stadtrat

Wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet wurde bei der letzten Sitzung des Stadtrats am 2.10. auch über den Radweg an der Chiemseestraße geredet.

Für die Radfahrer entlang der Chiemseestraße regte Stadträtin Ingrid Bödeker (SPD) an, den Gehweg stadteinwärts richten zu lassen bzw. diesen Wunsch an das Staatliche Bauamt als zuständige Behörde weiterzugeben. Es sei wegen der vielen Absenkungen schier unmöglich, auf dem Geh- und Radweg in die Stadt zu fahren – vor allem für Eltern mit Fahrradanhänger. Diese müssten auf die Straße ausweichen.

Hier der Link zum vollständigen Artikel

Der Gehsteig ist tatsächlich für Radfahrer nicht nutzbar und extrem holprig.

Grundsätzlich handelt es sich bei dem Radweg um einen nicht-benutzungspflichtigen Radweg. Erkennbar an dem Fussgängerschild mit Zusatzschild Fahrrad frei.

Fussweg mit Fahrrad Frei.

Fussweg mit Fahrrad Frei.

Insofern ist kein Fahrradfahrer verpflichtet auf dem Gehsteig zu fahren. Auch wenn dies manchen Autofahrer nicht klar zu sein scheint.
Persönlich halte ich nicht viel von gemischten Rad/Fußwegen, da es hier leicht zu Konflikten mit zwischen Radfahren und Fußgängern kommen kann. Außerdem endet der Radweg vor der Wegscheidbrücke abrupt, wie schon im Artikel Die Wegscheidbrücke beschrieben.

Die Chiemseestraße ist sehr breit, deshalb sollte es eigentlich auch möglich sein auf der Fahrbahn eine Radfahrstreifen aufzumalen.

Wenn der Gehsteig saniert wird, ist dass aber trotzdem sehr zu begrüßen und die Radfahrer haben dann die Wahlfreiheit, wo sie fahren möchten.

Abschnitt auf der Chiemseestraße stadteinwärts

Abschnitt auf der Chiemseestraße stadteinwärts

Südostbayernbahn: Die Räder können kostenlos mit

Was viele vielleicht gar nicht wissen. Auf den Strecken der Südostbayern kann man sein Fahrrad kostenlos mitnehmen. Von Traunstein aus sind das die Strecken:

  • BR-628639 im Bahnhof TraunreutTraunstein-Siegsdorf-Ruhpolding
  • Traunstein-Waging
  • Traunstein-Traunreut

Wer also mit dem Rad um den Waginger See fahren oder Mountainbiken bei Ruhpolding gehen will, kann das Auto auch mal zu Hause lassen. Die eingesetzten Züge haben viel Platz für Fahrräder. Nach Ruhpolding und Traunreut fahren die Züge jede Stunde. Nach Waging meist alle zwei Stunden.

Details sind auf der Homepage der Südostbayernbahn zu sehen.

Auf den Strecken die der Meridian (München-Rosenheim-Traunstein-Salzburg) bedient, gibt es dieses Angebot leider nicht. Da braucht man dann eine Fahrradtagesticket oder Fahrrad-Kurzstreckenticket.